High-Tech Eigenproduktion: Bauen

Ein Dach über dem Kopf, Raum für sich und die Familie, ist eines der wichtigsten Bedürfnisse des Menschen. Daher arbeitet die Neue Arbeit schon lange an neuen Techniken, um den Bau von Häusern intelligenter und einfacher zu machen.

 

Monolithic Domes

Bekanntestes (und sehr schönes) Beispiel für Bauen mit der Neuen Arbeit. Geschwungene Kuppeln aus Beton, die ganz ungewöhnlich einfach zu bauen sind:

  •  Man nimmt ein rundes Fundament

  •  Bläst darauf einen grossen Ballon auf

  •  Bespritzt diesen mit Beton

  •  Wartet bis er trocken ist. Das dauert 1-2 Tage.

  •  Dannn läßt man die luft ab und zieht den Ballon durch die Haustür wieder heraus. Fertig!

  • Hier die dazugehoerige Bauanleitung zur "EcoShell" (PDF, 2,65 MB).
    Größere und komfortablere Kuppeln werden von innen heraus gebaut, verfügen über eine dicke Isolierschicht und sind mit Stahlgittern verstärkt.

     

     

    Vorteile

    Domes haben hervorragende Eigenschaften: feuerfest, enorm haltbar, energieeffizient (minimale Oberfläche), keine senkrechten Wände an denen der Wind sich fängt, gute Zirkulation, keine tragenden Innenwände (=freie Raumeinteilung!). Übrigens auch Hurricane-sicher!

    Und sie sind auch für große Hallen (Sportstadien, Kongresszentren) geeignet. In Südafrika werden wir einen solchen Dome als Gemeinschaftshalle errichten. Um gemeinsam zu arbeiten, essen, feiern, tanzen, beten.

     

    Mehr lesen: Alles über Monolithic Domes
    auf der Website des Monolithic Dome Institutes

     

     

    Wohnen wie ein HobbitGeodesic Domes

    Entdeckt durch Buckminster Fuller sind Geodesic Domes Kuppeln aus Dreiecken. Die leichte Konstruktion ist enorm stabil, man benötigt nur Streben (z. B. aus Holz) und Verbindungsstücke. und kann auch durch Laien selbst erreichtet werden. Bei Holz als Baumaterial ist die Feuerfestigkeit nicht mit der von Beton zu vergleichen, aber ansonsten bieten die Kuppeln dieselben Vorteile wie Monolithic Domes.


    Vor allem aber kann man einen Geodesic Dome leicht selbst zusammenbauen. Es gibt komplette Bausätze, an Werkzeug benötigt man einen Schraubenschlüssel, einen Hammer und ein kleines Gerüst. (Eine Nagelpistole ist allerdings sehr zu empfehlen.)

    Kuppel im BauKuppel in Neuseeland

    Beispiel:
    Die Website von Timberline Geodesic.

     

    Ability BlocksICAN Building System (füher: Ability Blocks)

    Ein System, mit dem man selbst die Wände eines ganz normalen (rechteckigen) Hauses errichtet? Das wenig kostet, aber enorm schnell zu Resultaten führt?

    Das ICAN Building System liefert Bausätze aus vorgeschnittenen Holzplatten, die an Ort und Stelle zu Blocks zusammengesetzt werden. Diese werden innen mit einer Isolierschicht (z. B. Styropor) versehen und dann wie Bausteine aufeinander gesteckt. Im Hohlraum werden die Rohre für Wasser- und Stromleitungen direkt gelegt. Schon das ergibt eine akzeptable Behausung. Wenn möglich wird der Hohlraum am Ende mit Beton (oder anderem Füllmaterial) vollgegossen.

    Das einzig benötigte Werkzeug ist hier: Ein Gummihammer.

    Das ICAN Building System ist eine Initiative von New Work Enterprises, in Zusammenarbeit mit Michigan Ability Partners und dem Genesis Institute.

    Mehr Bilder vom Bauen mit dem ICAN Building System.

     

    Halle aus LehmziegelnBauen mit Lehm

    Eine Deutsche Initiative beschäftigt sich mit dem Bauen aus Lehm. Lehm ist als Baustoff uralt und bekannt für seine positive Auswirkung auf das Raumklima. Zur Verwendung mit modernen Methoden sind allerdings Bausteine nötig.
    Schon jetzt können dank der neuen Technik aus dem (fast überall auf der Welt verfügbaren!) Rohstoff Lehm tragfähige Ziegel hergestellt werden. Die laufende Entwicklung beschäftigt sich damit, diese Ziegel wasserfest zu machen, man arbeitet auch bereits ans Dachziegeln.

    Das Bild zeigt eine aus Lehmziegeln errichtete Halle, die außen zum Wetterschutz verklinkert wurde.

     

    Bessere Dächer

    Ein wichtiges Thema ist auch die Suche nach alternativen Materialien für einfache Bedachung. In den armen Regionen der Welt wird häufig Wellblech für das Dach verwendet. Es ist wasserfest, stabil und leicht zu befestigen. Aber es isoliert überhaupt nicht, so dass es unter einem Blechdach im Sommer unerträglich heiß, im Winter beißend kalt wird. Außerdem fängt sich der Wind in den Öffnungen unter den Wellen, diese Stellen sind kaum wirklich dicht zu kriegen.

    Unsere Ansätze richten sich vor allem auf Ziegel aus gepresster Erde. Durch einen geringen Beton-Anteil müssen die Ziegel nicht gebrannt werden, was eine enorme Ersparnis bedeutet.