Entdecken, was wir wirklich, wirklich wollen
Die Entdeckung dessen, was man wirklich und wahrhaftig will, ist weder etwas Plötzliches noch etwas Endgültiges. Es ist vielmehr ein Prozess mit vielen Anläufen und Umwegen, mit Misserfolgen und Neuorientierungen. Und es ist ein Prozess, den die meisten Menschen weder kennen noch jemals durchlaufen haben. Vor allem bedarf es auf dieser Entdeckungsreise der Freiheit, zu experimentieren.
Dass man im Rahmen klassischer schulischer Erziehung kaum je die Gelegenheit erhält, verschiedenste Arten von Arbeit auszuprobieren, ist aus unserer Sicht irrational und katastrophal.
"Was man nicht liebt, kann man nicht machen. Da ging
mir ein Licht auf, und ich sah recht gut ein, dass ich die Arbeit
bisher als ein Geschäft behandelt hatte ..."
J.W. von Goethe: Brief an Zelter, 30. Juli 1804
Das Wichtigste allerdings ist, dass man einen Anfang wagt und sich, nicht nur in Hinsicht auf die Arbeit, sondern auf praktisch alles, angewöhnt zu fragen: "Ist es das, was ich wirklich will? Ist dies ein Jackett, das ich wirklich tragen will, oder trage ich es aus Faulheit oder aus Furcht? Und was ist mit der Fernsehsendung, die ich mir gerade ansehe? Und was hat es mit diesem Ziel auf sich, das ich nun schon seit einiger Zeit verfolge?"
Allein aus der Tatsache, dass wir Menschen helfen, jene Art von Arbeit zu finden, die sie sich zutiefst wünschen, folgt, dass die Begleitung sich zumeist höchst persönlich und privat gestaltet. Das, was jemand wirklich und wahrhaftig will, ist selten, exklusiv und anspruchsvoll. Die Begleitung erstreckt sich manchmal über viele Monate, ja vielleicht sogar ein ganzes Leben, manchmal ist sie auch viel kürzer. Auf jeden Fall folgen unsere Interventionen den Konturen des jeweiligen Individuums.
Jemandem
dabei behilflich zu sein, herauszufinden, was er oder sie wirklich
will, ist, wie nun schon ersichtlich wird, zum Teil einfach eine
Sache der Ausdauer, der Unnachgiebigkeit, des Nichtaufgebens.
Wir probieren herum, wir passen ein, wir bringen zusammen diese
Person mit jener Konfiguration, mit jenem Objekt, mit jenem äußeren
Satz von Tatsachen. Bis wir dann schließlich nach bisweilen
ermüdenden Tagen, Wochen und gar Monaten finden, dass da
etwas zusammenpasst, dass da eine Spannung, eine Kraft, eine knisternde
Elektrizität zwischen dieser Person oder dieser Gruppe und
dem Objekt oder dem Ziel besteht, das vor ihnen liegt.
Wenn Sie sich für eine derartige Beratungspraxis im Kontext der Neuen Arbeit interessieren, bringen wir Sie gerne mit den Menschen zusammen, die sich derzeit zu Mentoren ausbilden lassen. Oder Sie schnuppern einmal in die Diskussion in unserer Mailingliste zum Thema Bildung hinein.
Entdecken, was wir wirklich, wirklich wollen
